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19. Dezember 2011

Vally macht das Leben einfacher

Vally macht das Leben einfacher:
Sie steht im Flur und wedelt mit dem Schwanz. Aufgeregt tippelt sie von einer Pfote auf die andere. Dann kommt Inge Greve die Treppe herunter: „Ist ja gut Vally. Sie begrüßt alle Leute so stürmisch, sie ist etwas überfreundlich.“ von Rebecca Engelbert derwesten.de
„Ampel“ - so lautet der erste Befehl den Inge Greve erteilt. Ohne zu zögern, marschiert die Hündin los. Wenige Minuten später an der Ampel bleibt sie stehen. Inge Greve tastet sich mit ihrem Stock ein Stück nach vorne zur Bordsteinkante. „Piep piep piep piep“ - es ist grün, und gemeinsam gehen die beiden über die Straße.Vally ist ein sechsjähriger schwarzer Labrador und gehört zu Inge Greve. „Wir müssen jetzt los“. Die Arbeitszeit der Hündin beginnt: „Sobald ich ihr das Geschirr anlege, weiß sie, dass sie im Dienst ist.“ Vally ist ein ausgebildeter Blindenführhund und begleitet die Rentnerin auf Schritt und Tritt.

Arbeit mit vielen Belohnungen

Hoffnungsvoll stupst die Hündin ihr Frauchen an der Hand an: „Sie wartet, dass ich ihr ein Leckerli gebe, aber die habe ich leider vergessen“, erzählt die 69- Jährige und lacht. „In der Ausbildung zum Blindenführhund wird sehr viel mit Belohnungen gearbeitet. Bei den Labradoren ist das sehr erfolgreich, weil die so verfressen sind.“ Dann streichelt sie Vally sanft über den Kopf.
Inge Greve ist seit ihrem achten Lebensjahr komplett blind: „Bei einem Autounfall erlitt ich eine Verletzung zwischen Nasenbein und Auge, dabei wurden meine Sehnerven vollständig durchtrennt. Doch ich habe mich schnell damit zurechtgefunden.“

Großes Vertrauen

Vally ist mittlerweile der vierte Hund an Inge Greves Seite: „Vally macht alles viel einfacher: Sie sucht Ampeln, Eingänge oder Treppen. Durch das Geschirr habe ich eine sehr intensive Verbindung zur ihr und merke, wo sie hinguckt. Man muss sich komplett auf den Hund einlassen und lernen, sich von ihm führen zu lassen und ihm zu vertrauen.“ Liebevoll krault Inge Greve die schwarze Hündin am Ohr.
Wieder zu Hause ange­kommen, liegt Vally ziemlich erschöpft auf dem Holzboden. „Das ist ihr Lieblingsplatz, mitten im Weg. Ich weiß eigentlich immer wo sie ist. Aber genauso lässt auch Vally mich nicht aus dem Auge und ist nie weiter als fünf Meter von mir entfernt“, erzählt die Rentnerin. Vally schnauft. Inge Greve klopft ihr lobend auf die Schulter. „Ich würde nie wieder auf einen Hund verzichten, nicht nur weil er mir so vieles erleichtert, sondern auch weil es eine Bereicherung für das ganze Leben ist. Sie gibt mir so viel. Vally ist mein Augenlicht.“

Derwesten.de

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