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29. Dezember 2011

Das Leiden der Vierbeiner in der Sylvester-Nacht

Herkules macht seinem Namenspatron gewöhnlich alle Ehre: Der wuschelige Tibet-Terrier-Rüde ist ein Draufgänger, der so manchen Revierdisput gegen vierbeinige Kontrahenten zu seinem Vorteil entschieden hat.
Nur in der Silvesternacht liegen die Nerven des Hundes blank: Wenn kurz vor zwölf der Krach der Böller zum ohrenbetäubenden Getöse kulminiert, verkriecht sich Herkules unter den Christbaum. Anschließend darf Frauchen dann das „Wasser der Angst“ wegwischen. „Schisshase“ Herkules pinkelt in der Not schon mal unter den Baum.
Quelle: westfaelische-nachrichten.de VON MATTHIAS SCHRIEF

Canis lupus familiaris-Kollege Ben, ein stattlicher Appenzeller-Sennenhund, hat sich in der Folge der Silvesterknallerei gar in Luft aufgelöst. Am Neujahrmorgen vor drei oder vier Jahren sei er jedenfalls auf Nimmerwiedersehen verschwunden, erzählt sein Herrchen. Das Gezische und Getöse der Raketen und Böller habe den Appenzeller wohl in die Flucht getrieben.

„Das laute Zischen und Pfeifen der Feuerwerkskörper und die bunten, knallenden Explosionen am Himmel versetzen Tiere jedes Jahr in Angst und Schrecken.“ Darauf weist Torsten Schmidt in einer Pressemitteilung des Bundes gegen Missbrauch der Tiere (bmt) hin. Explodierende Raketen und Böller werden von Tieren als potenzielle Gefahr wahrgenommen, die sie panisch reagieren lasse. Der bmt fordert daher dazu auf, in der Silvesternacht „Rücksicht auf Tiere zu nehmen“.

„Die wissen ja gar nicht, was los ist. Für die geht die Welt unter“, fühlt Kornelia Reich mit den phongeplagten Vierbeinern mit. Die Tierarzthelferin einer Praxis in Rheine kennt den Grund: „Das Hundegehör ist viel sensibler als das Gehör des Menschen“. Frequenz und Lautstärke der Ballerei könnten möglicherweise sogar schädigend sein für das Hundegehör.

Reich und ihre Kollegen in den anderen Rheiner Veterinärpraxen wissen, welche Erfahrungen, die Hundehalter in der Silvesternacht mit ihren Tieren machen: Sie verkriechen sich unter Tische und Bänke, manche Hunde treten die Flucht an und andere wiederum beginnen gar zu krampfen.

Tatsächlich gebe es eine ganze Reihe von Hundehaltern, die ihre Vierbeiner schützen wollen. Manche setzen auf eine quasi psychologische Variante: Sie härten ihr Tier in einem wochenlangen Training ab. Bei dem sogenannten „frühzeitigen Konditionieren“ setzen sie zum Beispiel eine Geräusche-CD mit Silvesterknallerei ein, um „gegen nicht zu vermeidende Stressoren eine Desensibilisierung zu erreichen“, wie es fachlich exakt auf der Seite eines Tierarztes im Internet heißt.

Andere setzen auf eine medikamentöse Vorbeugung und geben ihren Hunden rechtzeitig vor dem Höhepunkt der Ballerei Beruhigungsmittel.
Laut Pressemitteilung des bmt sollten Hunde in der Silvesternacht nicht mit nach draußen genommen werden. Stattdessen gehören Hunde und Katzen in einen ruhigen, dunklen Raum. Auch Pferde sollten für denSilvesterabend in einen „sicheren Stall“ gesperrt werden.



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